Am Fluss
Sie fällt. Mal gerade hinab, dann gefangen vom Wind, stolz empor gehoben und sanft getragen durch die Lüfte. Dann wieder hinab. Fällt, fliegt, bis sie schließlich auf deinen Haaren landet. Noch einen Moment verweilt sie. Ein Moment voll Ruhm, als strahlender Eiskristall, die kleinen, gläsernen Äste starr gestreckt. Ein Augenblick für die Welt, die nicht hinsieht. Zeig dich! Und sie zeigt sich, zeigt sich für einen Moment perfekt! Verharrt, einen Wimpernschlag lang, so fein gefertigt in unendlicher Geduld von Niemandem. Noch einen Moment verweilt sie, bis sie schmilzt. Verweilt, bis sie langsam unsichtbar wird und in der kalten Nachtluft verschwindet. Die Äste werden dünner und entfliehen in der Dunkelheit.
Du bekommst es nicht mit, atmest sanft einen dünnen Nebel Richtung Sterne und schaust gerade aus[...]