Die andere Seite des Spiegels
In langen Fluren schluckt nackter Boden seine Schritte. Die Stille schmiegt sich an die Wände, in dicken, staubigen Schichten. Das Schweigen ist schon so alt geworden, dass es die kalten Mauern zusammenhält. Er ist nicht groß. In den Gängen kleben seine Füße eng aneinander, bewegen sich vorsichtig, als wollten sie sich nicht verlieren. Seine Hände reichen kaum die Mauern hinauf, die vom Schweigen vertrockneten Steine, reichen kaum bis an die großen Gemälde, die mit Gold behängt Gestalten umzäunen, große und verzerrte Gestalten in merkwürdig dunklen Gewändern, die sich über den Gang hinweg ernst anblicken. Seine Fingerspitzen berühren fast den rauhen Rahmen, manchmal, wenn er sich anstrengt, doch die Blicke über ihm sind für ihn auf ewig unerreichbar[...]